Samstag, 26 Februar 2011 21:20

Die Belichtungsmessung Empfehlung

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Das Große Mysterium

Vor oder nach dem Fotografieren wird meistens über die Technik diskutiert, Kameramodell und Objektive spielen dann die Hauptrolle. Die wichtigste Frage kommt erst während des  Fotografierens WIE BELICHTET MAN DAS MOTIV RICHTIG? Jeder mißt und, wenn man Glück hat, bekommt man so viele verschiedene Messergebnisse wie Fotografen da sind.

Kameras sind heute mit modernster Technik ausgerüstet, Mehrfeldmessungen mit Farberkennung, Datenbanken, die Expertenwissen bereitstellen sollen. Die  Kamera allerdings macht im ersten Moment nur eins, sie mißt das vom Objekt reflektierte Licht. An Hand des reflektierten Lichts kann die Kamera aber nicht erkennen, ob es sich um ein dunkles Motiv oder um eine schlechte Beleuchtung handelt.
Während bei Negativfilmen die Belichtung ziemlich unkritisch ist, da  die Bilder beim Ausbelichten auf dem Papier noch korrigiert werden und der Kontrastumfang beim Negativfilm höher ist, sieht es in der Diafotografie anders aus: hier kann nichts mehr geändert werden und die richtige Belichtung ist die Grundlage für ein gutes Bild.

Die Kamera mißt nicht das vorhandene Licht, sondern das vom Objekt reflektierte Licht, ohne zu wissen, ob dieses Licht von einem dunklen oder einem hellen Objekt reflektiert wird. Zum Beispiel ein Grau kann bei heller Beleuchtung die gleiche Menge Licht reflektieren wie Weiß bei wenig Licht. Trotzdem brauchen beide Motive eine unterschiedliche Belichtung, damit Grau Grau und Weiß Weiß bleibt.

Alle Belichtungsmesser, auch der in der Kamera, sind auf ein sogenanntes neutrales Grau ( 18% Reflexionsvermögen ) geeicht. Hat man ein Motiv, das diesem Grau entspricht, erhält man mit der Reflexionsmessung immer die richtige Belichtung, nur leider weichen die meisten Motive, die man fotografiert, von diesem neutralen Grau ab. Dadurch ergeben sich dann die Belichtungsfehler.

Inhalt:

0.0 Belichtungsstufen

1.0 Lichtmessung

1.1 Handbelichtungsmesser
1.2 Graukarte
1.3 Ersatzobjekte
1.4 Sonnige 16
1.3 Korrektur der Lichtmessung
1.3.1 Sonnige 22
2.0 Reflexionsmessung
2.1 Messcharakteristik der Kamera
2.2 Belichtungsautomatik
2.3 Korrektur der Belichtungsdaten
3.0 Nochmal zur Korrektur von Belichtungsdaten

4.0 Sonstiges

0.0 Belichtungsstufen

Um den Film richtig zu Belichten müssen die Werte  Filmempfindlichkeit, Blende und Belichtungszeit eingestellt werden. Hierzu muss der Zusammenhang zwischen diesen Werten bekannt sein.


Angaben in 1/3 Stufen, fettgedruckt  ganze Stufen

Filmempfindlichkeit ( ISO )
eine Stufe bedeutet die Verdoppelung der ISO Zahl

12 16  20 25 32  40 5064  80 100 125  160 200 250  320 400 500  640 800 ...

niedere Empfindlichkeit hohe Empfindlichkeit

Belichtungszeiten
eine Stufe bedeutet die Halbierung der Belichtungszeit

...  1/8 1/10  1/13 1/15 1/20  1/25 1/30 1/40 1/50 1/60 1/80 1/100 1/125 1/160  1/200 1/250 1/320  1/400 1/500 1/640 1/800 1/1000 ...

lange Belichtungszeiten
es kann mehr Licht auf den Film fallen
kurze Belichtungszeiten
es kann weniger Licht auf den Film fallen

Blende
...  1 1.1   1.2 1.4 1.6  1.8 2 2.2  2.5 2.8 3.2  3.5 4 4.5  5.0 5.6 6.3  7.1 8 9 10 11 13  14 16 18  20 22 25 29 32 ...

grosse Blendenöffnung
es kann mehr Licht auf den Film fallen
kleine Blendenöffnung
es kann weniger Licht auf den Film fallen

Angaben in 1/3 Stufen, fettgedruckt  ganze Stufen

Hat man den richtigen Belichungswert ermittelt, kann man die Parameter Blende, Belichtungszeit, und Filmempfindlichkeit verändern. Hierzu ist die Kenntniss der Belichtungsstufen sehr hilfreich.

Beispiel: die korrekte Belichtung liegt bei Blende 5.6,  Belichtungszeit 1/125  Filmempfindlichkeit ISO 100 ( Werte sind in den oberen Reihen zum schnellern Zurechtfinden unterstrichen )

  Blende Belichtungszeit Filmempfindlichkeit  
1 5.6 1/125 100 Ausgangswerte, alle hier aufgeführten Beispiele führen zur selben Belichtung des Films
2 8 1/60 100 Blende um 1 Stufe geschlossen ergibt eine um 1 Stufe längere Belichtungszeit
3 4 1/250 100 Blende um 1 Stufe geöffnet ergibt eine um 1 Stufe kürzere Belichtungszeit
4 5.6 1/250 200 wird die Filmempfindlichkeit durch die Wahl eines empfindlicheren Films um 1 Stufe erhöht, dann ergeben sich folgende Möglichkeiten:
a) die Belichtungszeit um eine Stufe zu verkürzen
5 8 1/125 200 b) die Blende um 1 Stufe zu schliessen
6 7.1 1/80 100 Die Belichtungsparameter können natürlich nicht nur in ganzen Stufen variert werden
        Beispiel für eine Unterbelichtung- bezogen auf das obige Beispiel
a 6.3 1/125 100 Film wird 1/3 unterbelichtet
b 5.6 1/160 100 Film wird 1/3 unterbelichtet
c 5.6 1/125 125 Film wird 1/3 unterbelichtet

für das manuelle Belichten ist die Kenntnis dieser Zusammenhänge sehr wichtig

Bei dem Beispiel wurde ein Parameter nicht berücksichtigt: das Objektiv. Das Beispiel ist gültig, wenn man eine Optik mit konstanter Lichtstärke einsetzt z.B. eine Festbrennweite. Hat man mehrer Objektive oder ein Zoom mit variabler Lichtstärke muss man dies berücksichtigen, die Lichstärke eines Objektivs wird in Blendenstufen angegeben. Ebenso beinflusst der Einsatz von Konvertern die Lichtstärke des Grundobjektivs z.B. ein 400 /5.6 ergibt mit einem 1,4 Konverter ein 560/8.
1.0 Lichtmessung

Mit der Lichtmessung wird das vorhandene Licht bestimmt und davon die Belichtungsdaten ermittelt.

1.1 Handbelichtungsmesser

Ein Handbelichtungsmesser ist, wenn dieser mit einer weißen Kalotte arbeitet, ein Lichtmesser, der mißt wieviel Licht vorhanden ist. Damit beeinflussen die Reflexionseigenschaften des Motivs nicht die Belichtungsmessung.
Zur Lichtmessung wird ein Handbelichtungsmesser mit aufgesetzter Kalotte vor das Objekt gehalten, die Kalotte Richtung Kamera, so wird das vorhandene Licht gemessen.


Abb.1 Belichtungsmessung mit Handbelichtungsmesser. Die weiße Kalotte, unter der sich die Messzelle befindet, wird in Richtung Kamera gehalten und mißt die vorhandene Lichtmenge mit der das Objekt beleuchtet wird.
Handbelichtungsmesser können auch ohne weisse Kalotte zur Reflexionsmessung eingesetzt werden, diese ist wie der Einsatz von sogenannten Spotbelichtungsmessern ( Reflexionsmessung ) nur für Kameras ohne eingebauten Belichtungsmesser sinnvoll.

1.2 Graukarte

Wird eine Graukarte ( 18% Reflexionsvermögen ) mit der Kamera angemessen, ist dies eine Lichtmessung, da die Kamera auf Motive mit 18% Reflexion geeicht wurde. Eine Graukartenmessung entspricht also den Werten, die ein Handbelichtungsmesser bei der Lichtmessung anzeigt. Graukarten gibt es in unterschiedlichen Größen. Sehr praktisch sind Graukarten aus Kunststoff, die im Gegensatz zu den Pappmodellen abgewaschen werden können.


Abb.2 Belichtungsmessung mit einer Graukarte. Es wird mit der Kamera das von der Graukarte reflektierte Licht gemessen. Da die Graukarte 18% des Lichts reflektiert, mißt die Kamera das vorhandene Licht,. da der Kamerabelichtungsmesser vom Hersteller genau auf diese 18% Reflexion eingestellt ist. Die Graukarte richtet man so aus, dass sie senkrecht zur Winkelhalbierenden zwischen Sonne und Kameraachse steht.
Vorsicht:
Bei der Lichtmessung mit Handbelichtungsmesser oder Graukarte  muß sichergestellt sein,daß das Motiv dasselbe Licht abbekommt, welches gemessen wurde. Am besten den Handbelichtungsmesser / Graukarte direkt vors Motiv halten, bei der Macrofotografie ist dies oft  möglich, in der Vogel / Säugetierfotografie  wird man damit Probleme haben. Ebenso muß bei stark wechselnden Lichtverhältnissen die Belichtung laufend geprüft werden.

1.3 Ersatzobjekte

Ist eine Graukarte nicht vorhanden, kann man Ersatzmotive anmessen, z.B. liefert ein klarer blauer Himmel, den man in Gegenrichtung zur Sonne mit der Kamera anmißt gute Werte. Da man seine Hände nicht vergessen kann, sollte man die Abweichung zum Grauwert prüfen, so kann man immer die Handflächen anmessen und entsprechend korrigieren. Ebenso kann man alle Objekte anmessen und korrigieren, deren Abweichung zum Grauwert man kennt. Hier liegt die Erfahrung zu wissen welches Objekt man in der Natur anmißt, um einen guten Grauwert zu erhalten.
Kann man mit dem Handbelichtungsmesser oder der Graukarte nicht die Lichtverhältnisse am Objekt messen ( Z.B. der Fotograf steht in der Sonne, das Motiv im Schatten) kann die Ersatzobjektmessung sehr hilfreich sein. Man mißt ein gleich beleuchtetes Objekt an, von dem man sich über die Objekthelligkeit im klaren ist.

1.4 Sonnige 16
Die Sonnige 16 ist eigentlich keine Messung sondern ein Erfahrungswert. Bei wolkenlosem Himmel und Sonne ist soviel Licht vorhanden, daß folgende Regel gilt:
Blende 16 => Verschlußzeit = Filmempfindlichkeit
Sonne im Rücken, ohne Wolken oder Wolkenschleier am Himmel!
2 Stunden nach Sonnenaufgang bis 2 Stunden vor Sonnenuntergang

z.B Blende 16 1/125 bei 100ASA

Unter diesen Umständen muß der Handbelichtungsmesser / Graukarte dieselbe Belichtung vorschlagen. Auch Belichtungsmesser können Abweichungen haben, deshalb die Messgeräte, wenn möglich, mit der Sonnigen 16 überprüfen. Ich hatte den Fall, daß zwei baugleiche Handbelichtungsmesser unterschiedliche Messwerte anzeigten. Der Fehler konnte an einem sonnigen Tag durch Vergleich mit der Regel  und  Eingabe eines Korrekturwertes im fehlerhaften Belichtungsmesser behoben werden.

1.3 Korrektur der Lichtmessung

Bei hellen oder sehr dunklen Motiven, bei denen man noch Zeichnung haben will,  ( z.B.  Weiß soll nicht überstrahlen, sondern noch Struktur haben ) kann der Wert der Lichtmessung nicht übernommen werden.
Um Zeichnung im Motiv zu bekommen, müssen helle Motive  knapper und dunkle Motive länger belichtet werden als die Lichtmessung aussagt.

1.3.1 Sonnige 22
Bei weißen Motiven gilt auf Grund der Gefahr des Überstrahlens ( Ausfressen ) anstelle der Sonnigen 16 die Sonnige 22 :
Blende 22 => Verschlußzeit = Filmempfindlichkeit Sonnige 22 gilt nur für weiße Motive
Sonne im Rücken, ohne Wolken oder Wolkenschleier am Himmel!
2 Stunden nach Sonnenaufgang bis 2 Stunden vor Sonnenuntergang

Diese Regel bedeutet das bei weissen Motiven und strahlenden Sonnenschein eine Stufe knapper belichtet wird als die Lichtmessung ergeben würde.


2.0 Reflexionsmessung
Belichtungsmessung mit der Kamera

2.1 Messcharakteristik der Kamera

2.1.0 Integrale Messung
Das gesamte Sucherfeld wird in die Messung einbezogen. Die integrale Messung wird bei heutigen Kameras so gut wie nicht mehr eingesetzt, da die Messung schlecht abschätzbar ist, sobald Helligkeitsunterschiede im Bild sind.

2.1.1 Mittenbetonte Messung
Die klassische Messung: die Suchermitte wird in der Belichtungsmessung stärker gewichtet als die Randbereiche. Die Messergebnisse sind damit  gut abschätzbar.

2.1.2 Spotmessung
Die Spotmessung konzentriert sich nur auf ca. 2-3 % des Suchers und ist daher sehr gut geeignet, um eine Graukarte anzumessen. Sonst ist die Spotmessung eine sehr schwierige Messung, weil man unbedingt wissen muss, wie hell ( Abweichung vom Grauwert ) das Motiv ist, um dann korrigieren zu können. Den Messwert einer Spotmessung unkorrigiert zu verwenden ist nur selten möglich.
Einige Kameras haben die Möglichkeit mehrere Spotmessungen ( Multispotmessung ) mit einander auszumitteln. Diese Messvariante ist interessant, wenn von der Kamera damit eine Aussage zum Kontrastumfang des Motivs gemacht wird. Bei XXX Blendenstufen ist beim Diafilm Schluss.

2.1.3 Mehrfeldmessung
Bei der modernsten Variante der Belichtungsmessung wird der Sucher in verschiedene Messfelder unterteilt und diese dann ausgewertet.  Die Auswertung kann über Algorithmen oder über  Datenbanken erfolgen, in der tausende von " Bildsituationen" abgespeichert sind. Der Nachteil dieser Messart ist die schleche Abschätzbarkeit der Messung, wer weiss schon, wie sich der Kameracomputer bei einer leichen Änderung eines Messwertes entscheidet. In sehr vielen Fällen sind die Ergebnisse der Mehrfeldmessung korrekt. Eine individuelle Motivkorektur ist bei der Mehrfeldmessung nicht unbedingt sinnvoll, da man die Algorithmen ja nicht nachvollziehen kann. Stellt man aber fest, daß man nach seinem eigenen Geschmack  die Bilder der Mehrfeldmessung insgesamt heller oder dunkler hätte, so sollte man zur Belichtungskorrektur greifen.

2.1.4 Selektivmessung
Die Messung konzentriert sich auf einen größeren Bereich als bei der Spotmessung, z.B bei Canon 8,5 % des Sucherfelds und mittelt in diesem Messkreis Helligkeitsunterschiede, dadurch ist diese Messung sehr gut geeignet für Ersatzobjektmessungen.

2.2 Belichtungsautomatik

2.2.1 Kurze Begriffserklärung:

Programmautomatik
Wer der Kamera alles überlassen will, kann diese Belichtungsautomatik anwählen. Blende und Zeit werden von der Kamera bestimmt.
Blendenautomatik
Sucht bei vorgewählter Belichtungszeit  die passende Blende.
Zeitautomatik
Sucht bei vorgewählter Blende die passende Belichtungszeit.
Ich verwende fast ausschließlich die manuelle Belichtungseinstellung oder die Zeitautomatik, da ich mit diesen die Schärfentiefe im Griff habe.
Manuelle Belichtungseinstellung
Diese Einstellung verwendet man, wenn man mit Lichtmessungen arbeitet.

Korrektur der Belichtungsautomatik
Bei den meisten Spiegelreflex Kameras kann man die Belichtungsautomatik über eine +/- Korrektur beeinflussen. Eine Plus Korrektur heisst mehr Licht auf dem Film ( hellere Bilder ), eine Minuskorrektur weniger Licht auf dem Film ( dunklere Bilder )

2.3 Korrektur der Reflexionsmessung

Die Reflexionsmessung ist, wie schon erwähnt, die Messung, die die Kamera durchführt. Da diese aber nicht die Reflexionseigenschaften des Motivs kennt ( Helligkeit des Motivs ), muss diese Messung für eine exakte Belichtung korrigiert werden.
Wird mit der Spot-, Selektiv-, Mittenbetontenmessung ein Motiv angemessen, sollte man die Helligkeit der angemessenen Flächen einschätzen können, um die Belichtungsautomatik korrigieren zu können.


 
Abb.3 Korrektur der Reflexionsmessung

Der in der Kamera eingebaute Belichtungsmesser kann nur um + / - 2 Blendenstufen neben der exakten Belichtung liegen (Siehe Abb.3). Diese Tatsache kann man sich bei der Korrektur der gemessenen Werte zunutze machen . Wie in der obigen Abbildung zu erkennen, muß helles Weiß mit einer Korrektur von +2 belichtet werden, damit es auf dem Film eine helles Weiß ist und nicht als Grauton wiedergegeben wird. Will man das helle Weiß mit mehr Zeichnung abbilden, dann korrigiert man weniger z.B +1 1/2 Stufen. Man muß bei der Korrektur daran denken, dass beim Messen auch wirklich das weisse Motiv  gemessen wird und nicht eine andere Helligkeit z.B. die vom Hintergrund die Messung beeinflußt.
Auch die Korrektur ist an Erfahrungswerte gebunden, so dass man bei schwierigen Motiven ausprobieren muß.
Bei den Korrekturangaben in der Fachliteratur muss man vorsichtig sein von welcher Basis diese ausgehen, vom dem was die Kamera misst oder von dem Ergebnis einer Graukartenmessung oder eines Handbelichtungsmessers ( Lichtmesser )

3.0  Korrektur von Belichtungsdaten

Fotografiert man z.B. einen weissenVogel, ergibt sich je nachdem welche Art der Belichtungsmessung man einsetzt, eine andere Korrektur.

a.  Kameraautomatik ( Reflexionsmessung)
Man misst den Vogel mit dem kameraeigenen Belichtungsmesser an, so dass das Weiss die Anzeige des Belichtungsmessers dominiert. Dann glaubt die Kamera sie sähe ein neutrales Grau bei sehr hellem Licht, das heisst der Vogel wird auf dem Bild eher grau statt weiss. Um einen weissen Vogel zu erhalten, muss eine + Korrektur eingestellt werden (Abb.3). Wie stark man korrigiert, hängt davon ab, wie viel Zeichnung man im Weiss haben will.
Die Korrektur der Automatik kann bei den meisten Spiegelreflexkameras über eine extra +/-Korrektureingabe eingegeben werden, am besten ist es wenn die Kamera die Möglichkeit hat die Korrektur in 1/3 Stufen einzugeben.

b. manuelle Belichtung
Über Handbelichtungsmesser, Graukarte oder Ersatzmessung wurde die ideale Belichtung ermittelt und an der Kamera eingestellt,  um dem Weiss noch Zeichnung zu geben korrigiert man die Belichtung ins Minus.

Individuelle Korrektur
die Stärke der Korrektur hängt vom persönlichen Geschmack und vom Motiv ab. Sicherlich wird man in der Diafotografie versuchen, daß helle Stellen im Bild nicht ausfressen. Hier sollte man ausprobieren und sich die Korrekturwerte notieren. Für solche Zwecke führe ich manchmal ein kleines Diktiergerät mit.

Bleiben wir bei unserem weissen Motiv, dann hängt die Stärke der Korrektur auch von der Beleuchtung ab, bei sehr grellem Sonnenschein korrigiere ich mehr als bei diffusem Licht.

Beispiel:
Das Motiv eine verschneite Winterlandschaft bei strahlendem Sonnenschein, keine Wolke am Himmel:
Mit der Kameraautomatik wird der Schnee mit der mittenbetonten Messung angemessen.
Blende 11 1/1000 100ASA
Abb. 3 ergibt, dass Weiss 1-2 ( je nach dem wie hell, das Weiss sein soll ) Stufen überbelichtet werden muss -  Blende 11 1/250 100 ASA.

Der Handbelichtungsmesser / Graukarte und sonnige 16 ergeben - Blende 11  1/250 100ASA.

Belichten wird man, um noch Zeichnung im Schnee zu haben, nach der Sonnigen 22 -  Blende 11 1/500 100 ASA

4.0 Sonstiges

4.1 Schrot nicht Schrott
Belichtungsreihen
Wer sicher gehen will, muss eine Belichtungsreihe von +2 Stufen bis -2 Stufen in 1/3 Schritten machen, dann ist die richtig belichtete Aufnahme dabei. Ist man sich mit der Belichtung sicher, ist eine dreier Belichtungsreihe von -1/3 bis +1/3 sehr interessant.

4.2 Belichtungsmessung nach Umfrage
Sind mehrere Fotografen vor Ort, dann lohnt sich eine kleine Umfrage, aus den Belichtungswerten bildet man dann das arithmetische Mittel und fotografiert damit.

4.3 Wichtige Hinweise zur Belichtungsmessung und anderen Messungen

  • Messtechnischer Grundsatz: wiederhole nie eine Messung !
  • Traue keiner Messung, die du nicht selbst manipuliert hast !
Gelesen 4456 mal Letzte Änderung am Montag, 03 Dezember 2012 19:37
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