Freitag, 04 Februar 2011 23:14

KOHALJO

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Konverter Halter von Joachim Raff

Jeder Naturfotograf der Objektiv Doping mit Hilfe von Konvertern / Extendern betreibt, kennt das Problem. Man muss mit zwei Händen Kamera, Konverter und zwei Deckel händeln. Irgend etwas fällt dann manchmal zu Boden. Glück, wenn es nur ein Deckel war! Das Ganze dauert auf jeden Fall viel zu lange. Während andere von einem Telezoom 200-600/ 4 träumen, würden mir schon einschwenkbare Konverter reichen.

Da die Industrie nur viel zu kleine Beutel für die Konverter liefert, muss man mal wieder selbst etwas was tun. So wurde die Idee des Konverterhalters während der Vogelfotografie geboren. Die Konverter sollten am Stativ einen festen Platz bekommen, wo man als Tierfotograf schnell zugreifen kann. Nach einigen verworfenen Ideen, nahm eine relativ einfache Lösung Gestalt an. Am Stativkopf wird eine Platte befestigt, an der wiederum zwei Metallbajonette befestigt sind, in denen die Konverter verriegelt werden. Die Objekivdeckel für die Rückseite der Konverter sind über flexible Kabelbinder mit der Platte verbunden, damit man diese nicht immer suchen muss.

Der Aufbau

Die Grundplatte ( Pos. 1) ist aus 5mm Hart- PVC, eine Sperrholzplatte würde es genauso tun. Für die Aufnahme - Bajonette kauft man T2 Adapter ( Pos.2 ), diese gibt es für fast alle Kameras um Objektivvorsätze an den Gehäusen zu befestigen. Man könnte auch Objekivdeckel anstatt der T2 Adapter verwenden, das bessere Material und die Möglichkeit die Original - Verriegelung zu verwenden sind die Argumente für den T2 Adapter.
Der T2 Adapter wird auseinander gebaut, das heisst der Gewindering, der durch 4 Gewindestifte ( DIN Bezeichnung für Wurm- oder Madenschrauben ) gehalten wird, wurde entfernt . Da der Adapter keine grosse Wandstärke hat ( ca. 5mm ), ist es leider sehr schwierig mit einfachen Mitteln Gewindebohrungen zur Befestigung einzubringen. Deshalb ist es eine einfache und stabile Lösung, den Adapter mittels Kupferdraht an die Grundplatte zu nähen. Hierzu muss man den Adapter auf die Grundplatte legen und auf dieser die Gewindestiftbohrungen anzeichnen und zwar jeweils aussen und innen vom T2 Adapter, an der Stelle der Markierung werden dann Löcher gebohrt.
Danach wird ein ca. 40mm langes Stück Kupferdraht durch jede der Gewindestiftbohrung des Adapters gesteckt und umgebogen, so dass die Enden der Drähte ( Pos.3 ) durch die Bohrungen in der Grundplatte gesteckt werden können. Dann werden die Enden auf der anderen Seite der Platte miteinander verdrillt. Da die Enden scharfkantig sind, legt man sie parallel zur Platte und spritzt Heisskleber darüber ( Abb.4).
Die Deckel für die Rückseite sind mit Heisskleber an Kabelbinder geklebt, damit diese fexibel mit der Platte verbunden sind.
Für die Tarnung kann man noch ein Stück ISO-Matte mit Klettband an der Stirnseite der Platte befestigen.
Wer einen Neiger einsetzt, hat es mit der Befestigung der Platte am Stativ einfach, man kann die Befestigungsgewinde für die Handgriffe zum Ffestschrauben der Platte verwenden. Um einen Abstand zum Neigergehäuse zu bekommen, verwendet man eine längere Schraube und ein durchbohrtes Rundholz als Abstandshalter.
Für alle die keinen Neiger oder einen Neiger ohne Befestigungsbohrungen verwenden, können natürlich die Platte mit den Bajonetten auch über Klemmstücke oder Rohrschellen an den Stativbeinen befestigen.
So haben die Konverter immer iIhren Platz und man muss nicht mehr die tausend und eine Tasche der Fotowesten nach den Konvertern ober den Deckeln absuchen.

Gelesen 1880 mal Letzte Änderung am Dienstag, 27 November 2012 19:45
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